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Klimaaufbruch Traunstein Jetzt

Ja, aber ...

„…woher soll denn das Geld dafür kommen?“

  • Subventionen für klimaschädliche Wirtschaftszweige für klimaschonende Wirtschaftszweige einsetzen
  • CO2-Bepreisung
  • EU-Mission „100 Städte klimaneutral bis 2030“: Traunstein sollte sich bewerben, denn es winkt viel Geld und wissenschaftliche Begleitung
  • Ja, Klimaschutz kostet Geld, aber kein Klimaschutz wird definitiv noch wesentlich mehr kosten (Klimakatastrophen, Strafzahlungen, verschlafener Wandel der Wirtschaft)

„…Traunstein allein kann die Welt jetzt auch nicht retten.“

Stimmt, aber …

  • weder das „Sankt-Florians-Prinzip“ noch eine „Vogel-Strauß-Politik“ helfen noch weiter
  • wir sind nicht allein. Traunstein ist nur eine von vielen (mittlerweile 74 Städte deutschlandweit), die Klimaentscheide starten

Alle (auch China) werden sehr bald sehr viel machen müssen. Alle haben in Paris unterzeichnet. Es gibt bereits die ersten Urteile, die uns verpflichten ausreichend zu tun. Und es laufen weitere Klagen. 

„…die Wirtschaft schafft das nicht so schnell!“

  • Doch, die Wirtschaft wünscht sich sogar, dass die Politik mutiger voran gehen würde, damit sie endlich klare Rahmenbedingungen hat!
  • Der Klimaschutz wird ein großer Wirtschaftsmotor werden, aber nur, wer sich auf den Weg macht, wird hinterher nicht abgehängt.
  • Die Arbeitsplätze der Zukunft liegen im Klimaschutz.

„…das, was ihr da fordert, ist doch komplett unrealistisch!“

Große Studien

  • des Wuppertal-Institutes, 
  • der Energy Watch Group, 
  • des Fraunhofer-Institutes sowie der 
  • TU München und des 
  • Zentrums für angewandte Energieforschung Bayern 

belegen die Machbarkeit und Versorgungssicherheit der vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien global, auf Bundesebene, bayernweit und kommunal. Die Modellrechnungen beziehen sich dabei auf Ziele von 2030 bis 2040. 

Klar ist: Je mehr Energie zeitgleich eingespart wird, desto früher und kostengünstiger kann die Nullemission erreicht werden. Einheitlich wird betont, wie wichtig rasche sofortige Maßnahmen sind, da sie uns mehr Zeit für die technisch schwierigen Details am Ende verschaffen.

„…wollt ihr ein Windrad vor eurer Tür stehen haben?“

  • Wir werden derartige Veränderungen in Kauf nehmen müssen, und wenn man sieht, was auf dem Spiel steht, gern.
  • Die vorgesehenen 2% der zu reservierenden Fläche scheinen viel zu sein. Aber das heißt nicht, dass dort auch überall Windräder stehen werden. Die Abstände werden eingehalten werden. Aktuell werden nur 0,9 % der Fläche genutzt. Der BR hat im Faktenfuchs erklärt, dass dafür weit weniger Wald gerodet werden muss, als befürchtet wird.

„…Klimaschutz braucht doch die Akzeptanz der Bürger!“

  • Vor allem brauchen wir Politiker, die den Menschen endlich die Wahrheit über die zu erwartende Zukunft erzählen. Dann gäbe es wahrscheinlich wesentlich mehr Akzeptanz.
  • Die Bevölkerung lernt gerade umzudenken. Wenn die Leute merken, dass es funktioniert und dass wir auch sehr viel gewinnen werden, dann steigt auch die Akzeptanz.
  • Herr Gysi hat gerade in einem Interview bei Markus Lanz deutlich gemacht, dass das Vorgehen der Politiker gleich welcher Partei das Problem ist: nicht erst entscheiden und dann überlegen, wie dies „verkauft“ werden kann. Politik funktioniert eben nicht wie eine Firma. Politiker müssen die wahren Beweggründe nennen und damit erst überzeugen, dann entscheiden.

„…man kann den Menschen doch nicht alles verbieten!“

  • Das hat auch niemand vor. Eine Veränderung unseres heutigen Lebensstiles ist allerdings dringend notwendig. Mit dem bisherigen haben wir das Klima „vor die Wand gefahren“. Mit den Veränderungen gewinnen wir Lebensqualität und Gesundheit zurück und ermöglichen eine lebenswerte Zukunft für alle.
  • Wir werden trotzdem weiterhin freie Bürger mit vielen Entfaltungsmöglichkeiten bleiben.
  • Wer keine echte Diktatur erlebt hat, sollte vorsichtig sein zu behaupten, neue Gesetze seien Teil einer Diktatur in Deutschland. Sie werden hier mit der Mehrheit im Parlament nach 3 Lesungen verabschiedet und nicht durch einen Präsidenten gesetzt.

„… ohne Auto geht es auf dem Land nicht!“

  • Das stimmt, in ländlichen Gebieten wird sicher der Individualverkehr bis zu einem gewissen Grad bleiben müssen, aber mit anderen Fahrzeugen. Das heißt nicht, dass es automatisch ein E-Antrieb sein muss. Es wird neue Ideen geben, vor allem auch für die LKW der Handwerker und Betriebe.
  • Zusätzlich muss wie früher „an jeder Hundshütte“ eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs sein, die auch angefahren wird. Dieser Ausbau muss ein Herzstück des klimafreundlichen Verkehrs auf dem Land sein.

„…ihr seid ja Spalter, jetzt riskiert ihr, dass gar kein Klimaschutz kommt, weil es einigen zu viel wird!“

  • Wir wollen, dass sich jeder wahlberechtigte Mensch in Traunstein für den bestehenden Klimaplan der Stadt entscheidet und zusätzlich für eine erweiterte Version mit 1,5°-konformen Klimaschutz stimmt.
  • Darum klären wir über die Folgen von nicht ausreichendem Klimaschutz auf und schaffen den notwendigen Konsens mit den Verantwortlichen der Stadt.